Workshop zu Datenmanagementplänen

Die Arbeit mit digitalen Daten ist uns allen zum Alltag geworden. Aber kennen wir nicht alle auch die Situation, dass Daten plötzlich nicht mehr auffindbar oder lesbar sind?

Ein Datenmanagementplan (DMP) hilft beim Umgang mit Daten, die in einem Projekt anfallen. Vereinfacht gesagt beschreibt er, welche Daten im Zuge der Arbeit erfasst oder erzeugt werden und was während des Forschungsverlaufs mit ihnen geschehen soll (Speicherung, Beschreibung, Veröffentlichung, Zitierbarkeit, Langzeitverfügbarkeit, Löschung usw.). Auch unsere Fördergeber verlangen vermehrt, Forschungsergebnisse langfristig verfügbar und nachvollziehbar zu machen und dies mittels eines DMPs zu belegen.

Für die öffentliche Sichtbarkeit und Nutzung für andere sind unter anderem Datenschutz, Urheberrechte und Lizenzierungen zu bedenken. Insbesondere in den Human- und Sozialwissenschaften stellen Forschungsdaten in der Regel Informationen über Menschen dar, bei deren Erhebung, Verarbeitung, Aufbewahrung und Verbreitung ethische und juristische Aspekte zu beachten sind. Dies impliziert etwa den Umgang mit personenbezogenen und sensiblen Daten, Anonymisierung sowie die Einwilligung der Betroffenen. Auch beim Veröffentlichen von Bildern, z.B. bei wissenschaftlichen Abschlussarbeiten, ist darauf zu achten, dass die jeweiligen Rechte vorhanden sind. Es ist in jedem Fall empfehlenswert, möglichst früh Überlegungen zum eigenen Datenmanagement anzustellen und geeignete Instrumente dafür zu verwenden.

In diesem Workshop wird das Instrument des DMPs näher vorgestellt. Außerdem werden Fragestellungen aus der Praxis erläutert und Services präsentiert, die an der Universität Wien zur Verfügung stehen.

Termin & Anmeldung

26. Februar 2018, 09:00-12:00
Ort: Seminarraum 2, DoktorandInnenzentrum, 2. Stock, Berggasse 7


Anmeldung: online über U:Space oder per Email an event.doktorat@univie.ac.at

Vortragende

Dr. Susanne Blumesberger, Abteilung Phaidra, Universität Wien
Dr. Otto Bodi-Fernandez, AUSSDA – The Austrian Social Science Data Archive, Universität Graz Mag. Barbara Sánchez Solís, AUSSDA – The Austrian Social Science Data Archive, Universität Wien